Rezension: Rainer Kessler, Der Weg zum Leben. Ethik des Alten Testaments

Rezensiert für www.nthk.de von Nina Beerli

Kessler, Rainer: Der Weg zum Leben. Ethik des Alten Testaments, Gütersloh 2017.

Erstmals seit Eckhart Ottos Theologischer Ethik von 1994 erscheint mit Der Weg zum Leben von Rainer Kessler wieder eine Ethik des Alten Testaments in deutscher Sprache. Entstanden ist das Buch nicht zuletzt aus dem Anliegen heraus, ethisches Nachdenken und biblische Überlieferung (wieder) näher zusammenzubringen und die Relevanz der alttestamentlichen Texte auch für heutige ethische Fragestellungen aufzuzeigen. Diesen Anspruch löst Kessler in seinem rund 700 Seiten umfassenden Werk ein. Obwohl der Autor seine Hauptaufgabe in der historischen Rekonstruktion der Ethik der Hebräischen Bibel sieht und diese auch den grössten Raum einnimmt, will er dabei nicht stehenbleiben. Bereits bei der Darstellung der Texte weist er immer wieder auf aktuelle Fragestellungen hin. Zudem werden in 20 Impulsen ethische Problemstellungen aufgenommen, die auch in heutigen Diskursen eine Rolle spielen. Der knappe letzte Teil des Buches widmet sich der Frage, wie sich Altes Testament und christliche Ethik zueinander verhalten und wie sich ethische Implikationen des Alten Testaments in eine moderne Ethik übertragen lassen. Damit leistet Kessler auch einen Beitrag zum interdisziplinären Gespräch zwischen Ethik und Bibelwissenschaft.

Im einführenden ersten Teil seines Werks setzt sich Kessler mit grundlegenden Fragen auseinander, die sich bei der Konzeption einer Ethik des Alten Testaments stellen. Gegenstand einer solchen Ethik sind nach Kessler die Schriften der Hebräischen Bibel (und nicht das moralische Leben der Israeliten). Unter dem Begriff Ethik versteht Kessler die wissenschaftlich verantwortete Reflexion auf das gelebte Ethos. Dieses speise sich aus bestimmten Verhaltensweisen (Konvention, Etikette, Brauch, Sitte) sowie aus gesellschaftlichen Normvorstellungen darüber wie man leben sollte (Ethos, Moral), wobei die Grenzen zwischen „faktischem Tun“ und der „Formulierung normativer Gedanken“ (53) häufig fliessend seien. Das Alte Testament bietet nach Kessler keine Ethik i.S. einer wissenschaftlichen Theorie, sondern die ethischen Vorstellungen und Haltungen müssen allererst aus den Texten rekonstruiert werden. Kessler spricht daher auch von der „impliziten Ethik der Hebräischen Bibel“ (60).

Für die Darstellung dieser impliziten Ethik wählt Kessler die kanonische Perspektive, wobei er sich am hebräischen Kanon orientiert wie ihn bspw. die Biblia Hebraica bietet. Seine Entscheidung begründet Kessler u.a. damit, dass gerade die kanonische Darstellung einer Vereinheitlichung entgegenwirke, die der Vielfalt und dem spannungsvollen Nebeneinander ethischer Vorstellungen zuwiderlaufe. Indem eine kanonische Darstellung die Texte der Reihe nach betrachte und sie mit Hilfe von Einsichten in ihre Entstehung und Sammlung besser zu verstehen suche, werde die Widersprüchlichkeit der Texte nicht aufgehoben und harmonisiert, sondern thematisiert und stehengelassen. Nach Kessler kommen so die biblischen Texte in ihrer Vielfalt und zugleich in ihrer Einheit als kanonisierte Texte zur Geltung.

Der kanonische Zugang bedingt, dass alle Schriften der Hebräischen Bibel als Quellen für die Rekonstruktion ethischer Vorstellungen in Betracht kommen. Hier grenzt sich Kessler von Otto ab, der für seine Ethik nur jene Texte berücksichtigte, die sich explizit mit ethischen Fragestellungen auseinandersetzten, was dann im Endeffekt auf eine Reduktion auf Rechts- und Weisheitstexte hinauslief. Kessler sieht aber sowohl in den narrativen als auch in den prophetischen Texten der Hebräischen Bibel eine Fülle ethischer Themen verhandelt. Allerdings müsse bei der Darstellung der Ethik darauf geachtet werden, wie ethische Fragestellungen in den Texten zur Sprache kämen. Während in narrativen und prophetischen Texten ethische Themen v.a. implizit zur Darstellung kämen, hätten Rechts- und Weisheitstexte i.d.R. normativen Anspruch. Hinzu kämen noch einige Texte (z.B. Ps 15, aber auch der Dekalog), die „so etwas wie ethische Grund-Sätze formulieren“ würden (73). Den Schwerpunkt legt Kessler – genau wie Otto – auf die normativen Texte, im Ablauf der Darstellung folgt er jedoch dem kanonischen Prinzip. Das hat zur Folge, dass zunächst Erzähltexte und erst dann Rechtstexte behandelt werden. Anschliessend wendet sich Kessler den prophetischen Texten zu, die – in kanonischer Perspektive – auf dem Fundament der Tora aufruhen. Erst zum Schluss kommen dann auch die weisheitlichen Texte in den Blick.

„Die Tora ist ihrem Wesen nach sowohl Erzählung als auch Weisung“ (85). Während die Urgeschichte und die Erzelternerzählungen vom Motiv des Segens durchzogen seien, sei die Geschichte der beginnenden Volkwerdung Israels geprägt durch die Befreiung aus der Knechtschaft in Ägypten und den Bundesschluss am Sinai. Auf diesem Fundament ruhe schliesslich die Gabe der Weisung und mit ihr die Forderung nach Gerechtigkeit auf. Kessler spricht in diesem Zusammenhang von einem „Zwei-Säulen-Modell“ (89): Auf den beiden Säulen Segen und Befreiung baut das Thema Gerechtigkeit auf, welches in dem Moment in den Vordergrund tritt, in dem erstmals Recht gesetzt wird (Ex 15,25f.) und seinen Höhepunkt in den grossen Rechtsammlungen und deren Aufnahme im Deuteronomium hat. Segen und Befreiung als Gaben Gottes fordern, so Kessler, zum Tun der Gerechtigkeit heraus. Beide lassen sich auch nur im Tun der Gerechtigkeit bewahren. Ohne Regeln würden sie sich nur allzu rasch in ihr Gegenteil verkehren: Segen würde zu Fluch, Freiheit zu Anarchie und Unterdrückung.

Mit der Orientierung an diesen drei grossen Motivkomplexen, die nach Kessler den gesamten Erzählbogen des Pentateuchs prägen, will der Autor auch eine Engführung vermeiden, die sich auf die Themen Bund, Erwählung und Erlösung beschränkt und damit „das, was sie aus der narrativen Begründung und Einbettung der Weisung aufgreif[t], kanonisch gesprochen auf den Anfang des Exodusbuches“ reduziert (87). Dies zu vermeiden gelingt Kessler insofern, als er durch das Zwei-Säulen-Modell und dem darauf aufbauenden Thema der Gerechtigkeit tatsächlich einen viel breiteren Textbereich für die Ethik des Alten Testaments fruchtbar machen kann. Auf der anderen Seite bedeutet diese Schwerpunktsetzung – wie jede andere auch –, dass eine Auswahl getroffen und gewisse Motive nicht oder nur am Rande aufgenommen werden können (so z.B. das Motiv von Bund und Verheissung).

Für die prophetischen und weisheitlichen Texte gilt das Zwei-Säulen-Modell so nicht mehr. Kessler zeigt aber auf, dass sie sich mit dem Thema Gerechtigkeit auseinandersetzen – wenn auch unter jeweils anderen Vorzeichen. Während insbesondere die hinteren Propheten in ihrer Sozialkritik die konkret erfahrene Ungerechtigkeit anprangern und zugleich eine Gerechtigkeit fordern würden, die sich an den sozial Schwachen orientiere, setzten die weisheitlichen Schriften bei der umfassenden Bildung des Einzelnen an und versuchten so, Einfluss zu nehmen auf die innere Motivation eines Menschen. Relevant für die Ethik ist nach Kessler, dass beide Textbereiche – genau wie die Tora – eine „Option für die Armen“ sowie einen „starken Gottesbezug“ propagieren (354).

Es fällt auf, dass Kessler im Vergleich zur Arbeit am Pentateuch bei den beiden folgenden Textbereichen stärker exemplarisch vorgeht, wobei klar ist, dass bei solch einem Buchprojekt nie alle Texte und Themen behandelt werden können. Gelegentlich weist der Autor zwar darauf hin, dass bestimmte Schriften weggelassen werden, eine Begründung dafür liefert er jedoch leider nicht. Ausgehend von dieser Beobachtung stellt sich die Frage, ob bei der Auseinandersetzung mit anderen Schriften nicht auch andere Themen stärker in den Vordergrund getreten wären. So dient der schlaglichtartige Durchgang durch die weisheitlichen Texte m.E. eher dazu, zu zeigen, dass die beiden Grundthemen „Gottesbezug“ und „Option für die Armen“ auch hier begegnen, als dass wesentliche neue Erkenntnisse hinzukämen. Doch hätte bspw. eine genauere Betrachtung der Psalmen wohl noch mehr und andere Einsichten im Hinblick auf ihre ethischen Implikationen zu Tage gebracht. Zumindest einzelne Psalmen vermitteln einen tiefen Einblick in die Selbst- und Fremdbilder, die Menschen von sich und anderen sowie von Gott haben, oder zeigen, wie Menschen Konfliktsituationen schildern, wie sie solche Situationen zu lösen versuchen bzw. wie sie mit ungelösten Konflikten umgehen. Für ethische Fragestellungen wäre hier m.E. noch einiges zu gewinnen.

Aufs Ganze gesehen bietet Kesslers Ethik jedoch einen breiten Überblick und einen sehr informativen Durchgang durch die Texte der Hebräischen Bibel. Die zusammenfassenden Einleitungen zu jedem Paragraphen und die reflektierenden Kapitel zum Verhältnis von Tora, prophetischen und weisheitlichen Texten helfen bei der Orientierung und bringen zentrale Einsichten auf den Punkt. Kessler nimmt immer wieder entstehungsgeschichtliche Fragen auf und bringt diese ins Gespräch mit dem von ihm gewählten kanonischen Ansatz. Auch werden ethisch kontroverse Themen angesprochen (so z.B. die Frage nach der Moral Gottes). Kessler liefert mit seinem Werk einen für das eigene ethische Nachdenken anregenden Beitrag, der an dieser Stelle zur Lektüre wärmstens empfohlen sei.

 

 

Nina Beerli hat von 2009 bis 2015 in Zürich evangelische Theologie studiert und arbeitet derzeit als Assistentin am Lehrstuhl für Alttestamentliche Wissenschaft und Altorientalische Religionsgeschichte am Theologischen Seminar der Universität Zürich.

nachgehakt! — Praktische Theologie und Ethik

Neue Rubrik: nachgehakt! – Hinführung

Was macht eigentlich…? Im Raum der Kirche wie im Bereich der Theologie eine Frage, die sich immer wieder stellt – sowohl innerhalb als auch durch diese beiden Sphären hindurch. Bei der Ausdifferenzierung der verschiedenen Sphären ist es schwer, den Überblick zu behalten. Aber auch mangelnde Austauschforen tragen dazu bei, dass viel „nebeneinanderher“ gearbeitet wird.

Unsere neue Rubrik nachgehakt! möchte sich diesem Problem stellen und zu einer Vernetzung, zu vermehrter Transparenz und zum Austausch kirchlicher und theologischer Arbeitsfelder beitragen.

Ziel ist es, verschiedene, auf den ersten Blick vielleicht nicht immer gleich zusammenpassende Personen aus verschiedenen Bereichen in ein Gespräch zu bringen, das aus einer Frage und einer Reaktion darauf (und gerne natürlich auch aus mehr) besteht. Um zu zeigen, wie nachgehakt! funktionieren könnte, beginnen wir selbst mit der Frage einer Praktischen Theologin an einen Ethiker.

Wir wünschen viel Freude bei der Lektüre und hoffen, dass die Rubrik nicht nur auf Interesse stößt, sondern auch Vernetzungen anregt. Gerne nehmen wir auch Vorschläge für Paarungen entgegen!

Claudia Kühner-Graßmann und Niklas Schleicher

Die Praktische Theologin fragt den Ethiker

Lieber Niklas,

unsere Disziplinen leben ja – nicht nur wegen diverser persönlicher Verbindungen – in guter Nachbarschaft.1 Zwar sind die Differenzen nicht zu übersehen, etwa bezüglich der Themen oder Adressaten. Dennoch bezieht auch Ihr Ethiker Euch in gewisser Weise auf die „Praxis“. Die Praxis, auf die wir Praktische Theologen uns beziehen, kann in gewisser Weise eingegrenzt werden als kirchliche Praxis, die etwa durch CA VII theologisch näher qualifiziert wird. Sehr grob gesagt, geht es um die Reflexion kirchlicher Vollzüge – vornehmlich für Pfarrerinnen und Pfarrer bzw. Theologinnen und Theologen im weiteren Sinne –, wobei der Charakter der Reflexion, die die Praktische Theologie ist, durchaus strittig und unterschiedlich bestimmt ist.

Wie siehst Du Euren Bezugspunkt qualifiziert? Inwieweit seid Ihr Ethiker also auch „Praktische Theologen“? Kommen wir uns gar in gewisser Weise in die „Quere“? Was bedeutet das für eine Zusammenarbeit von Praktischer Theologie und Ethik? Was erwartest Du als Ethiker dabei von der Praktischen Theologie? Was kann die Praktische Theologin von Euch Ethikern lernen? Und wo siehst Du die Grenzen unserer Nachbarschaft und die größere Nähe zur Schwester Dogmatik?

Liebe Claudia,

eigentlich könnten wir die Frage lösen, indem wir, in guter Münchner Tradition, auf die Genese des Faches Ethik schauen. Wenn man es ganz grob fasst, dann wird man festhalten müssen, dass beide Fächer ziemlich zeitgleich als eigenständige entstanden sind (vgl. dazu das historische Kapitel in Grethleins Praktischer Theologie) und zunächst eng verbunden waren. Nun wissen ja aber mittlerweile auch die Münchner, dass allein ein Verweis auf die Historie nicht hilft, um Dinge zu erklären oder zu bestimmen. Ich versuche dann einfach mal mit deinen Fragen und Hinweisen zu arbeiten.

Unseren gemeinsamen Bezugspunkt verortest du in der Praxis und differenzierst dann, dass der Bezugspunkt der praktischen Theologie vielleicht durch den Bezug auf die kirchliche Praxis besser beschrieben wird. Mir leuchtet diese Bestimmung des Bezugspunktes sehr ein, es fällt mir aber schwer, eine ähnlich präzise Bestimmung für die Ethik zu finden. Ich schlage deshalb vor, dass wir, auch um einen Vergleichspunkt zu bekommen, eine komplementäre Bezugspunkt-Bestimmung vornehmen: Man könnte es mit dem Leben des Menschen versuchen. Unsere beiden Fächer beziehen sich, vor allem auch in ihrer deskriptiv-hermeneutischen Aufgabe (vgl. dazu Körtners Aufgabenbestimmung der Ethik in seiner „Evangelischen Sozialethik“) auf das gelebte Leben von Menschen. Die praktische Theologie beschreibt dieses Leben vielleicht unter der Perspektive des Bezugs auf kirchliche Bezüge, die Ethik unter verschiedenen Kategorien der Orientierung im Vollzug. Offensichtlich ist, dass beide Fächer „mehr zu tun haben“, wenn das Leben des Einzelnen unter einer besonderen Frage steht: Ethik wird eher in Grenzfällen „aktiv“, aber auch kirchliche Praxis, selbst der Sonntagsgottesdienst durchbricht in gewisser Form den Alltag.

Unter dieser Perspektive können wir vielleicht bestimmen, wie sich Ethik und Praktische Theologie zueinander verhalten: Sie setzen dort ein, wo das Leben des Menschen unter besonderen Vorzeichen thematisiert wird.

Für die Praxis beider Fächer ergeben sich dementsprechend wichtige und vielleicht noch zu wenig erforschte und gelehrte Bezugspunkte. Ich denke hier zunächst an Bereiche der Seelsorge in Grenzfällen gerade medizinischer Natur. Man könnte zum Beispiel den ganzen Komplex der „Reproduktionsmedizin“ und damit einhergehenden Verfahren wie z.B. IVF-Maßnahmen betrachten. Die ethische Theoriebildung ist in diesen Feldern, sowohl was die hermeneutische als auch die normative Perspektive angeht, mittlerweile sehr ausdifferenziert und bietet unterschiedliche Umgänge. Die praktische Theologie hat mit diesem Bereich wahrscheinlich zunächst im Bereich der Seelsorge zu tun. Wichtig und gewinnbringend wäre es nun, wenn die Ethik von der Praktischen Theologie insofern hinterfragen lässt, als dass diese aufzeigt, welche Fragen denn eigentlich in konkreten Situationen des Lebens von Betroffenen auftritt. Gleichzeitig kann die praktische Theologie von der Ethik so profitieren, als dass diese aufzeigt, wo eventuell ethische Probleme auftreten können und wie diese modelliert sind, so dass die praktische Theologie Wege findet, unter diesen Vorzeichen, Möglichkeiten der Kommunikation zu erarbeiten.

Es ist durch das gesagte offensichtlich, dass die praktische Theologie und die Ethik wenigstens zwei Wissenschaften außerhalb der Theologie haben, auf die Sie sich in höherem Maße als die anderen Kernfächer der Theologie beziehen: Die Soziologie und die Psychologie2. Dies ist insofern auch so simpel wie evident, da diese beiden Fächer versuchen, die Struktur und die Verfassung menschlichen Lebens zu beschreiben und zu deuten (womit sie sich von der Biologie und verwandten Fächern abheben).

Die größere Nähe der Ethik zur Dogmatik besteht wahrscheinlich eher in geistesgeschichtlicher Natur, indem man sich verdeutlicht, dass Ethik und Dogmatik auf philosophischen Wurzeln ruhen und andererseits die Trennung von Lehre und Leben etwas ist, dass erst in der Neuzeit aufkommt. Prinzipiell jedoch ist die Nähe zu praktischen Theologie für die Ethik für die zukünftige Bedeutung des Faches vielleicht von größerer Bedeutung: Etwas größeres als Leben des einzelnen Menschen gibt es – jedenfalls in hermeneutischer Perspektive – nicht zu beschreiben und zu deuten.

1Vgl. die Darstellung bei Albrecht, Christian: Enzyklopädische Probleme der Praktischen Theologie (Praktische Theologie in Geschichte und Gegenwart 10), Tübingen 2011, S. 89-104.

2Freilich hat v.a. die praktische Theologie noch viele andere Bezugswissenschaften, die hier nicht aufgezählt werden können. Mir geht es vor allem, hervorzuheben, dass Soziologie und Psychologie innerhalb der theologischen Landschaft fast ausschließlich von der Ethik und der Praktischen Theologie rezipiert werden. Eine gewisse Zeit hat die Dogmatik sich noch um religionspsychologische Fragen gekümmert; dies spielt in der gegenwärtigen Landschaft m.M.n. aber keine Rolle mehr.