Rez.: Gott – Woran glauben Christen?

Rezension: Doris Nauer, Gott – Woran glauben Christen? Verständlich erläutert
für Neugierige, Kohlhammer: Stuttgart 2017. 239 Seiten. (25 Euro)

Rezensiert von Dr. Katrin Juschka, Kassel. Hochgeladen am 20. Oktober 2018.

Bunte Fotos, Diagramme, Schaubilder, Statistiken, grafisch hervorgehobene Zitate: Das kürzlich erschienene Buch hält auf 239 Seiten einiges für die bereit, die sich einen Überblick darüber machen wollen, wer oder wie Gott aus christlicher Sicht ist.

Die Zielgruppe ist recht genau im Untertitel und auf den ersten Seiten eingefasst: Das Werk ist für Neugierige, Interessierte und Suchende, die sich auf dem aktuellen wissenschaftlichen Stand der Forschung informieren bzw. ihr vorhandenes Wissen vertiefen möchten. Nauer nennt explizit haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende sowie Leitungskräfte von christlichen Hilfswerken (z.B. Diakonie oder Caritas, S. 11; 213f.), die sich über das „christliche“ Profil ihrer Einrichtung informieren möchten, das mindestens im Gründungsgedanken steckt. Letztlich sind es über 1 Mio. Menschen, die in diakonischen Bereichen kirchlicher Trägerschaft arbeiten und für die der christliche Glaube nicht mehr selbstverständlich ist. Insofern ist Buch ein wirklich zu begrüßender Beitrag für speziell diese Zielgruppe.

Das Unterfangen, eine Darstellung auf möglichst verständliche Art und Weise zu gestalten, frei von wissenschaftlichen Fachbegriffen, aber auch frei von frommen, kircheninternen oder konfessionellen Bestrebungen, ist ein hoher Anspruch. Ein solches Werk ohne Fachwörter und fachliche Diskussionen zu vollbringen, gelingt der Autorin streckenweise mal mehr, mal weniger gut – ist als Ziel letztlich auch unnötig hoch angesetzt, wenn wissenschaftliches Fachwissen einbezogen werden soll. Im Großen und Ganzen ist vor allem aber ihr ökumenisches Anliegen besonders gut umgesetzt, fachlich hochkarätiges Wissen konfessions-barrierefrei für Laien aufzubereiten.

Wenn erst der schwierige, etwas holprige Einstieg mit Zahlen, Namen und der Ursachensuche nach Kirchenaustritten geschafft ist, gibt Nauer einen guten Überblick über die Bibel als Grundlage des Glaubens, speziell ihre Entstehung über die Jahrhunderte hinweg und inwiefern sie als „Heilige Schrift“ von und über Gott ernst genommen werden kann. „Ernst nehmen“, so folgert sie schlussendlich, „bedeutet, es sich nicht auf biblizistisch-fundamentalistische Art und Weise wortwörtlich leicht zu machen, sondern sich der Anstrengung zu unterziehen, den eigentlichen Aussagegehalt begreifen zu wollen“ (S. 27).

Ab S. 29 nimmt das Buch Fahrt auf, mit Gottes-Erfahrungen und -Bildern wird es praktischer: „Gottesbilder sind weder unbedeutende Konstruktionen noch harmlose Gebilde, denn 🙂 Gottesbilder können sich heilsam auf unser Leben auswirken und unseren Lebensalltag enorm bereichern, ☹️ Gottesbilder können aber auch pathologische Nebenwirkungen entfalten, indem sie uns psychisch krank oder zu einem gewalttätigen Risikofaktor für unsere Mitmenschen machen“ (S. 30).

Kaum ein Gedanke zieht sich so konsequent durch die Bibel wie der, dass der Mensch sich von Gott kein Bildnis machen kann und soll (Bilderverbot Ex 20,4-6, Lev 19,4). Dennoch ist die Bibel voller Bilder und Metaphern von Gott bzw. wie Menschen Gott erlebt haben. Dass diese teilweise gegensätzlich sind und eine große Spanne an unterschiedlichen Gottesvorstellungen aufweisen, ist ein wichtiger Hinweis; ebenso, dass auch die persönlichen Gottesbilder, die wir alle unweigerlich haben, „dynamische Gebilde“ bleiben, die sich weiterentwickeln und offen bleiben für Veränderung und Weiterentwicklung – nie sind sie endgültige Gotteserkenntnis (S. 30). Im Judentum führte diese Einsicht dazu, dass es tatsächlich keine künstlerischen Darstellungen und Bildnisse von Gott geben sollte und soll, weil die Gefahr der bildlichen Prägung bis hin zu Anbetung der Bilder/Statuen als solcher zu groß empfunden wurde. Im Christentum dagegen entwickelte sich in den meisten Traditionen eine ausgiebige Geschichte an Darstellungen von Gott in der Kunst- und Kirchengeschichte, speziell in der Sakralarchitektur. Hier ist besonders hervorhebenswert, dass Nauer auch die Prägungen durch Sprache, Liturgie, Lieder, Frömmigkeitsprägungen etc. einbezieht.

Im darauf folgenden Grundlagenkapitel über die Trinität (die auch den Aufbau des Buches in drei Teilen vorbildet) listet Nauer mutig Argumente für eine endgültige Verabschiedung von der Dreieinigkeit auf, mit der es sich um ein komplexe metaphorische Denkfigur handelt, die für heutige Menschen kaum noch Relevanz hat. Die Begründung: Die Dreieinigkeit hat letztlich keine entfaltete Grundlage in der Bibel, erschwert den Dialog zu Judentum und Islam und sie ist insbesondere von Laien kaum zu erklären (ohne andere Sprachmetaphern heranzuziehen kommt leider Nauer auch nicht aus und bringt das herkömmliche Beispiel von den Aggregatszuständen des Wassers als flüssig, gefroren, dampfend, um die Dreigestalt zu erklären).

Dennoch sieht sie in der Trinität ein faszinierendes Markenzeichen und einen „Kern des christlichen Gottesbildes“ (S. 36) darin, angesichts des Leids überhaupt noch Gott im Munde zu führen. Das der Aspekt des Leidens im trinitarischen Gedanke von der beziehungswilligen, mitgehenden Gottheit grundangelegt ist, erläutert sie bedauerlicherweise nicht so anschaulich und überzeugend wie das meines Erachtens schlagkräftigere Argument der liturgisch geprägten Formel „im Namen des Vater, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ im Gottesdienst, in der Taufe oder beim Bekreuzigungsritual (S. 38).

Gottesbilder

Das Kapitel „Einziger Jahwe“, eröffnet die Zusammenstellung der alttestamentlich-biblischen Gottesbilder „im Namen des Vaters“, die das erste Drittel des Buchs füllt. Nauer geht gezielt auf die polytheistischen Wurzeln der Glaubens (sowohl von Israel, als auch für das frühe Christentum) ein. Durch diese rein religionsgeschichtliche Darstellung schafft sie es leider nicht, der komplexen und zugleich faszinierenden Struktur auf die Spur zu kommen, die gerade der Gottesname JHWH für den jüdischen und christlichen Glauben bereit hält. Zur Herkunft und Bedeutung des Namens JHWH stellt sie nur eine der möglichen Theorien dar und verkürzt damit leider den Forschungsstand auf eine sehr vereinfachte Darstellung, bei der das Geheimnis des Namens und seine Bedeutung als Offenbarung für Israel unerwähnt bleiben.

Die folgenden Kapitel über den allmächtigen Schöpfer, tatkräftigen Befreier, treuen Bundespartner, liebenden Vater, fürsorgliche Mutter etc. sind detaillierter in ihrer Aufarbeitung der biblischen Grundlagen und machen schon eher neugierig auf weitere, eigene Beschäftigung mit den Ur-Erfahrungen Israels, die sich in diesen Gottesbildern verdichtet haben. Ausführlich gibt sie hier Verständnismöglichkeiten zu den biblischen Geschichten, die für die meisten Lesende garantiert einige Highlights und neue Sichtweisen bereithalten.

Den Bildern des „gewalttätigen Kriegers“ und „zornigen Richter“ Gottes für Israel, die für heutige Menschen Brennpunkte in den Aversionen gegen das Alte Testament sind und der Auseinandersetzung bedürfen, wird besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Nauer stellt hier die politische Situation der Entstehungszeit dieser Texte ins Zentrum als eine von Unterdrückungserfahrungen geprägte Zeit, womit Gewalt und Krieg auch Einzug in die Bibel und den Gottesglauben erhielten – weil sie alltägliche Realität und Erfahrung waren. Auch die menschliche Logik prägte diese Gottesbilder: Wenn Gott als absolute Liebe und Gerechtigkeit erscheint, ist die notwendige Kehrseite dazu einerseits der Absolutheitsanspruch und die Eifersucht bzw. dass Ungerechtigkeit und Lieblosigkeit andererseits nicht geduldet werden können. Ihr Schlusssatz zum Abschnitt über Gott als „gewalttätigen Krieger“ hält eindrücklich vor Augen (S. 62): „Christen, die versuchen, eigenes oder fremdes gewalttätiges Handeln in Rekurs auf Gott legitimieren zu wollen, müssen deshalb mit theologischen Argumenten widerlegt und praktisch von ihrem Vorhaben abgehalten werden!“ Ähnlich warnend endet das Kapitel über den „zornigen Richter“ ganz praktisch-ethisch: Weder sei verharmlosend nur vom „lieben“ Gott zu reden und z.B. in der Seelsorge demnach auch alles „gut sein [zu] lassen“, noch sei der Richtermetapher mit der manipulierenden Angst vor Hölle und Bestrafung ein zu hoher Stellenwert in der Gemeindetheologie einzuräumen, wie es sich leider auch heutzutage nicht selten beobachten lasse. Sondern: die Gottheit, die nach ultimativen Gerechtigkeitskriterien richte, erwarte zum einen auch von Menschen verantwortungsvolles Handeln, zum anderen liege es aber vor allem nicht in der Zuständigkeit von Menschen, Unrecht mit Sühne zu beantworten und Recht mit allen Mitteln und Urteilen aufrecht zu erhalten (S. 71).

Sohnesdarstellungen

Für eine praktische Theologin arbeitet Nauer sich sehr genau archäologisch und historisch an der aktuellen Jesusforschung ab und zeigt zum Beispiel auch Differenzen auf, wo der biblische Befund lückenhaft überliefert ist. Ihr durchgehendes Begründen der Verwurzelung von Jesu Botschaft und Praxis im Judentum ist bemerkenswert sorgfältig. Wenn sie das Zentrale der Botschaft Jesu auf den Punkt bringt (S. 91), stellt sie
allerdings dar, dass im Judentum die „die Feindesliebe seinen [Jesu] jüdischen Zeitgenossen schlichtweg fremd war“, was eine pauschale und unkorrekte Aussage ist. Die Gnade und Liebe der Frohbotschaft Jesu steht in Nauers Ausführungen im Zentrum, kurz geht sie auch auf die schwierigeren und radikalen Aussagen Jesu ein, übergeht diese dann jedoch leider mehr oder weniger beiläufig (S. 94). Für sie steht die motivierende Reich-Gottes-Botschaft so im Mittelpunkt, dass sie nicht von „Nachfolgenden“ oder „Jesus-Bewegung“ spricht, sondern von einer „Reich-Gottes-Bewegung“ (S. 98), in der familiäre Gleichberechtigung aller Glieder gilt und die gesellschaftliche Hierarchien in Frage stellt. Insofern wird der Rolle Maria Magdalas und der Frage, in welcher Beziehung Jesus zu ihr stand, viel Raum gegeben. Positiv ist überdies die Aufarbeitung und Rehabilitierung des Judas und seiner Rolle bei der Auslieferung Jesu – hier räumt Nauer mit vielen alten Klischees auf.

Die verschiedenen Titel und Zuschreibungen, die Jesus im frühen Christentum erhält, werden jeweils eigens dargestellt. Inwiefern Jesus Gottes Sohn ist, die jungfräuliche Geburt und die Auferstehung zu verstehen sind, wird ausführlich erläutert: Die Beschreibung des Lebens und Wirkens Jesu nimmt den Hauptteil des Buchs ein. Insbesondere Kirchendistanzierte werden hier eine motivierende Möglichkeit finden, angesichts der schwer zu akzeptierenden Inhalte des Christentums trotzdem Wege zu finden, diese für sich zu interpretieren und mit ihrem Glauben und Verstand zu vereinbaren. Da diese Aspekte sich in der Volksfrömmigkeit zu großen Teilen noch nicht niedergeschlagen haben und die wenigsten Glaubenden konsequent für sich die schwierigeren Glaubensinhalte des Christentums durchdacht haben, ist die Aufführung von den verschiedenen Möglichkeiten, Jesu Lehre und Leben für sich zu deuten und glauben, eine gute Zusammenfassung, die eine Weite des Glaubens eröffnet.

Diese Weite wird lediglich an einer Stelle eingeengt, wo Nauer vehement eine Wiederkunft Christi scharf ablehnt und sogar den Glauben an den wiederkehrenden Jesus als Weltenrichter unnötig karikiert (S. 156). Im Großen und Ganzen ist es jedoch ausgesprochen wertvoll, dass und wie Nauer immer wieder Zitate aus dem traditionellen Glaubensbekenntnis einbringt, ihnen (historisch und biblisch) auf den Zahn fühlt – sicherlich einige davon dekonstruiert, aber vor allem: die tiefgründigen Grundaussagen des Christentums dahinter erklärt und somit Verständnismöglichkeiten anbietet.

Erfahrungen mit dem Heiligen Geist

Als praktische, reale Begegnungs-Erfahrbarkeit Gottes auf Erden, in der Geschichte seiner Schöpfung und in jedem einzelnen, auch alltäglichen Menschenleben – so definiert Nauer den Heiligen Geist (S. 190ff.). Anhand des biblischen Bilds des Winds, der laut Schöpfungstradition Leben einhaucht und als Naturkraft Menschen berührt und in Bewegung bringt, der Gestalt als Taube, in der der Geist als Bote für die Taufe Jesu Form annimmt, sowie als Feuer, mit dem der Funke zu anderen Menschen überspringt, wird der Geist mit Hilfe von Naturbildern/-elementen erklärt, die allesamt biblische Basis haben und als Motive die kirchliche Kunstgeschichte durchziehen.

Mit dem Kapitel „Frau – Gott als weibliche Person?“ wird die Sichtweise aufgetan, dass der Geist aus christlich-trinitarischer Sicht in der Malerei auch als weibliche Gestalt zwischen männlichem Vatergott und Sohn dargestellt wurde. Der Grund darin liegt im hebräischen Wort ruach, das feminin ist und daher auch als eine der Traditionslinien weiblich gedacht werden kann, als Gottes Wirk- oder Geistkraft (die Geistkraft hätte dann auch in Deutsch einen femininen Ausdruck). Als solche findet sich die Person des Geistes tatsächlich in der Malerei als weibliches Wesen zwischen Vater und Sohn und sorgt dafür, dass die menschliche Vorstellung von Gott als männlich regelmäßig in Frage gestellt, dass damit sogar komplett die geschlechtliche Festlegung Gottes aufgelöst werden kann.

Mit den abschließenden Kapiteln macht sich Nauer auf eine interessante Spurensuche, warum der Heilige Geist so gern von den Großkirchen verschwiegen und verdrängt (bzw. z.B. im Symbol der Taube als Zuchttier domestiziert) wurde und ihm in manchen Freikirchen dagegen teilweise ekstatisch Raum gegeben wird, in non-kirchlichen Kreisen wiederum völlige Ratlosigkeit herrscht und mit Geist eher Gespenst assoziiert wird. Meiner Meinung nach gelingt es, Barrieren vor dem Heiligen Geist als etwas Befremdlichem abzubauen und hierin stattdessen eine begeisternde Kraft für das Leben, Glaubensfreude, neue Gotteserfahrung in Geistritualen (die z.B. zum Pfingstfest eine Rolle einnehmen könnten) zu entdecken.

Im Fazit thematisiert Nauer abschließend noch die Gottesferne und den Zweifel, die auch von den Frömmsten und Überzeugtesten erlebt werden können und nicht unbedingt als selbstverschuldeter Zustände bekämpft werden müssen. Dass die Entzogenheit und Unverfügbarkeit zum Wesen Gottes unauflösbar dazugehört, ist eine Spannung, die viele Glaubende aushalten mussten und die dem biblischen Gottesbild inhärent ist. Dass insbesondere in solchen Phasen Zweifel auftreten, ist nichts, was verurteilt werden sollte, und führt auch nicht unweigerlich zu Unglauben. Eine tiefere Erkenntnis Gottes kann ein Resultat sein, ein reiferer Glaube daraus erwachsen, durch den naive und allzumenschliche Wunschvorstellungen von Gott abgelegt werden können, die der Einsicht Platz geben, dass Gott letztlich ein attraktives Geheimnis bleibt.

Glaubensbekenntnisse versuchen dies auf dem Stand und der Theologie der jeweiligen Kultur und Zeit auszudrücken. Nauer ermutigt, diese nicht als absolut feststehende Texte zu übernehmen, sondern sich auf die Suche nach eigenen und neuen gemeinschaftlichen Glaubensaussagen zu machen.

In Sachen Layout hätte ich mir mehr Einheitlichkeit und Sorgfalt gewünscht: Im Buch tut sich ein wilder Auswuchs an verschiedenartigen Gliederungs- und Aufzählungszeichen (von Smileys bis hin zu thematischen Symbolen), Grafikelementen und Word-Schaubildern auf. Dennoch weist Nauers Ambition gerade hiermit ironischerweise in eine sehr gute Richtung, in die sich Sachbücher bewegen sollten (und was Nauer selbst definitiv erreicht hat), nämlich die Lektüre kurzweilig zu gestalten, verschiedenen Lern- und Lesetypen gerechter zu werden und ggf. auch durch humorvolle Sprachspiele, Fotos und Schaubilder den gehaltvollen Inhalt für Laien aufzubereiten.

Schlussendlich ist das Buch eine gelungene Darstellung über die Grundlehren, wie Gott christlicherseits zu begreifen ist. Besonders gefällt mir der Anspruch, dabei auch kritische Fragen und Zweifel nicht schönzureden oder zu übergehen, sondern gerade für zweifelnde, forschende Gemüter das Christentum von Grund auf zu durchdenken – jenseits der Volksfrömmigkeit und auch der oft platten, vereinfachten Gemeindetheologie der Ortsgemeinden. Insofern wünschte ich, das Buch würde tatsächlich in viele Bücherregale gelangen.

Die adressierte Zielgruppe von Menschen, die in christlichen Hilfswerken und Verbänden arbeiten, deren Ursprungsgedanke ein christliches Anliegen hat, ist ein lobenswertes Anliegen. Der Preis von 25 Euro spricht jedoch bedauerlicherweise dagegen, dass Menschen dieser Zielgruppe sich selbst dieses inhaltsvolle Buch anschaffen werden, falls sie auf der Suche sind, sich mit den christlichen Wurzeln des Unternehmens, für das sie arbeiten, auseinander zu setzen. Als Geschenk für die Mitarbeitenden wäre es dennoch eine Investition, für die sich die Werke und Verbände finanziell zwar durchringen müssten, was aber auch eine sinnvolle Investition in die Zukunft der Verbände als „christliche“ Hilfswerke darstellen könnte.

Als Geschenk für Suchende und Fragende, die dem christlichen Glauben auf den Grund gehen wollen, ist es jedenfalls sehr gut geeignet.

Die Autorin

Katrin Juschka, Jahrgang 1982, ist promovierte Neutestamentlerin und als Bildungsreferentin für Theologie, Ökologie und (inter-)kulturelle Kompetenzen in den Freiwilligendiensten bei netzwerk-m tätig. Nebenberuflich doziert sie an der CVJM-Hochschule in Kassel und in der Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck über Themen der biblischen und praktischen Theologie. Online betreibt sie unter www.facebook.com/praxis.dr.katrin eine theologische „Praxis Dr. Katrin“ für mehr Inspiration, Tiefgang und kirchlichen Humor im Alltag der sozialen Medien.

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