Zur Störung im Betriebsablauf

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Anmerkungen zu „Vom Wandern und Wundern“ (hg. von Maria Herrmann und Sandra Bils)

von Niklas Schleicher (@megadakka)

Was für eine Zeit! Was für, was für eine Zeit!
Was für, was für eine Zeit, um am Leben zu sein!
(Zugezogen Maskulin)

Ich muss gestehen, dass es durchaus oft vorkommt, dass ich Menschen und ihre Ideen grundsätzlich falsch einschätze und ohne Evidenz, nur durch Intuition negativ bewerte. Dann werde ich sarkastisch, zynisch, also mitunter recht verletzend und zurecht angepfiffen. Ich dachte: Möglicherweise geht es mir ja mit der Initiative Kirche² und verwandten Projekten auch so und ich tue den Protagonisten und Protagonistinnen in Worten, aber vor allem auch in Gedanken unrecht und ihre Ideen sind eigentlich ganz richtig und von großem Wert für die Kirche – natürlich spricht man in diesem Kontext immer von Kirche im Singular, konfessionelle Unterschiede sind in der Postmoderne doch eh überholt. Vielleicht müsste ich meine Meinung mal revidieren, Abbitte leisten und zugeben: „Ich habe mich geirrt, ihr liegt nicht so fundamental daneben.“ So einen Gesinnungswechsel könnte durchaus machbar sein, vor allem, weil jetzt einzelne Menschen, die ich nur aus kurzen Tweets oder Blogbeiträgen kannte, ihre Gedanken in einem Sammelband veröffentlicht haben. Und hey, ich als verkopfter Universitätstheologe lese nun mal gerne Bücher. Also habe ich das Buch, wie viele Andere es auch getan haben, bestellt. Ich habe zwar kein Bild vom Auspacken gemacht und getwittert, aber dafür gleich angefangen zu lesen. Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Ich muss meine Meinung ändern.

Das Buch heißt „Vom Wandern und Wundern“ und trägt den Untertitel „Fremdsein und prophetische Ungeduld in der Kirche“. Herausgegeben wird es von Maria Herrmann und Sandra Bils, beide arbeiten für das Projekt Kirche². Die einzelnen Beiträge erzählen, mehr oder weniger, von jeweils eigenen Erfahrungen der Fremdheit in der Kirche und leiten daraus Ideen für Kirche von morgen ab.

Maria Herrmann schafft es auf der dritten Seite ihres Eröffnungsbeitrags die Verfasser und Verfasserinnen in eine Reihe mit „Franziskus, einer Teresa, eines Dietrich Bonhoeffer, einer Madleine Delbrel oder einer Dorothee Sölle“(9) zu stellen. Die Fallhöhe ist also denkbar hoch, waren doch jedenfalls Franziskus, Bonhoeffer und Sölle (die anderen beiden kenne ich zu wenig) hochgradig reflektierte und damit inspirierende Theologen*. Nun gut. Was also bekommt man in den einzelnen Beiträgen zu lesen?

Astrid Adler skizziert, nach einer kurzen persönlichen Anekdote, die Geschichte der Heilung des Gelähmten als Bild für Kirche. Sie ist „keine studierte Theologin“ aber „kann mit Menschen über Jesus reden“ (S. 20). Bei mir ist es ja andersherum. Ich bin zwar studierter Theologe, würde mir aber niemals selbst die Gabe bescheinigen, dass ich über Jesus reden kann. Jedenfalls nicht so, dass ich mir sicher wäre, dass „das Letzte was Jesus vor seiner Verhaftung getan hat, […] für die Einheit der Christen zu beten“ (29) war. Gut, ich bin vielleicht in diesem Zusammenhang auch eher den Schriftgelehrten zuzuordnen, denjenigen, „die mahnen und wachen über dem, was ihnen heilig ist“ (24).

Es wird besser. Hanna Buiting liefert im nächsten Beitrag eine autobiographische Skizze, über ihren Weg zur und mit der Kirche als Beispiel für produktive Fremdheit. Mit 24. Eine autobiographische Skizze. Neben der Forderung nach „richtig guten Kaffeemaschine[n]“ (38) für den Gottesdienstraum [sic!] schwingt sie sich am Schluss zu wahren Höhen auf, wenn Sie beschreibt, was ihre Gabe ist, nämlich das Schreiben: „Mehr als einmal musste ich mich zurückerinnern, wie glücklich mich das Schreiben gemacht hatte. […] Mein Gottes-Dienst war erfüllt. Heilige Momente lagen längst hinter mir[…] Texte voll Güte und voll Gnade entstanden so, voll Hoffnung und voll Heimat. […] In meiner Timeline, bei Facebook und Twitter tummelten sich zunehmend Christinnen und Christen, aus dem Rahmen gefallen, auf der Suche. Sie wurden zu meiner Leserschaft, meiner Netzgemeinde, meinen Stichwortgebenden und Nächsten“ (43). Mit 24. Hier nur ein vermessener Hinweis von mir: Eine solche Überhöhung des eigenen Tuns ist mir ja weder von Bonhoeffer noch von Sölle noch von Teresa geläufig. Aber gut, diese sind halt vielleicht auch schriftstellerisch nicht so begabt gewesen.

Mara Feßmann liefert im nächsten Beitrag eine autobiographische Skizze über ihren Weg zur Theologie, die, so jedenfalls die Überschrift, Punktheologie sei. Wer nun hofft, hier interessante oder kreative theologische Einsichten lesen zu dürfen, wird sich wundern. Das Thema ist auch hier vor allem die Autorin selbst, deren große Auszeichnung ist, dass sie neben Theologie auch Politkwissenschaften und Soziologie studiert, also einen viel weiteren Horizont als so normale Theologen wie ich hat.

Mathias Albracht beginnt mit einer kurzen Anekdote und liefert dann (Überraschung!) eine kurze autobiographische Skizze über seinen Weg in der Theologie und der Kirche. Immerhin werden hier wenigstens einige Stichwortgeber genannt: Lyotard, Levinas und einige Kirchenväter. Wer allerdings erwartet, dass jetzt unter Rückgriff auf Levinas das Fremde, das Andere reflektiert wird, wird auch hier eher enttäuscht, ist der Ertrag des Ganzen doch schlicht, dass der Verfasser kein Priester geworden ist, sondern als Laienseelsorger einen anderen Weg gegangen ist. Ach ja, und auch hier: Lyotard schrieb zwar „Das postmoderne Wissen“, den Begriff selbst hat er allerdings nicht entwickelt (71). Ja, ich weiß, jetzt bin ich wieder der spielverderbende Schriftgelehrte.

Steffi Krapf schreibt über ihre Theaterarbeit als Weg, Kirche und Gemeinschaft zu bauen. Im Theater können Menschen die Freiheit erfahren, die auch für den christlichen Glauben gilt. Sie können „einfach sein“ (90) und „spontan“ agieren. Das Theater könne so ein Ort der Präsenz Gottes sein: „Der Heilige Geist als Abgesandter Gottes zeigt sich für mich übrigens in der Spontaneität und Kreativität. Er wirkt wie Brausepulver, wobei wir Menschen das Wasser sind, und wenn er durch uns fährt, prickelt es so schön!“ (92) Die einzige Frage, die sich mir hier stellt, ist doch: Kann man dieses Brausepulver auch in gutem Kaffee (s.o.) auflösen?

In diesem Stil gehen die anderen Beiträge weiter. Ein kleines Anekdötchen am Anfang, dann ganz viel über sich selbst erzählen und diese eigene Erfahrung als Anker für gutes und neues Denken von Kirche hinstellen[1]. Dass es dafür dann, wie Sebastian Baer-Henney schreibt, eigentlich nicht unbedingt theologische Ausbildung braucht, sondern dass „geleistete Arbeit“ (149) als Einstieg in den hauptamtlichen Dienst in der Kirche reichen sollte, versteht sich dabei fast von selbst. Dass Kirche am besten, so er weiter, ein „Grundvertrauen darauf [hat], dass –  so unverständlich manche der neuen Wege auch sind – der Pionier weiß was er tut“ (153), ist dann in diesem Zusammenhang auch absolut klar.

Was ich, in meinem verklebten Universitäts- und Amtskirchen-Theologen-Sein, also bei der Lektüre gelernt habe, ist Folgendes: Im Kern des Aufbruchs der Kirche stehen einzelne Menschen, die sich selbst eine gewisse Autorität zuschreiben, die auf ihre eigenen Gaben verweisen, sich selbst als Propheten stilisieren und sich zu Pionieren machen. Eine Ausbildung oder wenigstens die Bereitschaft zur kritischen Selbstreflexion braucht es offensichtlich nicht. Hautpsache, man hat etwas Neues beizutragen. Worin dieses Neue besteht?  Im Aufbrechen der alten Formen jedenfalls, in der Feier des Eigenen, in gutem Kaffee. Christliche Inhalte sind nur dann relevant, wenn Sie sich in die Form eines Lifestyles bringen lassen: ja, Christentum muss in diesem Zusammenhang irgendwie hygge[2] sein. Den Rest können wir einfach kappen. Schließlich waren ja Bonhoeffer und Sölle und so auch einfach „Wandernde und Wundernde ihrer Zeit, mit einer heiligen Unruhe versehen und der Erfahrung einer Fremde“ (9). Sie waren eben im Prinzip genauso wie Herrmann und Buiting, Feßmann und Baer-Kenney. Und wenn Bonhoeffer nicht gegen die Nazis hätte Opposition ergreifen müssen und Sölle nicht gegen den Nato-Doppelbeschluss kämpfen wollen, dann hätten die bestimmt auch für besseren Kaffee und mehr Feier des Lebens Partei ergriffen.

Ich muss also, um nochmal zu Anfang zurück zu kommen, meine Meinung tatsächlich ändern. Bis jetzt hielt ich das Ganze irgendwie für eine seltsame Form, die mir nicht entspricht und die ich für nicht ganz richtig halte. Jetzt ist mir völlig klar, dass bloße Skepsis die falsche Antwort ist. Dieser ungefilterte Narzissmus, der sich mit dem Fehlen theologischer (oder irgendwelcher) Tiefe paart, und als Konsequenz das belanglose Feiern des Eigenen propagiert, sich dann dabei auch noch mit prophetischer Autorität versieht, hat nichts Anderes verdient als: Opposition und Widerspruch. Dann bin ich halt weiter ein arroganter Universitätstheologe, der kein Gespür für das Neue mitbringt. Damit kann ich leben, weil „[j]emand muss es tun.“Vielleicht liege ich auch komplett falsch. Kann sein. Aber jedenfalls werde ich mir keine guten Zitate aus meinen Texten auf T-Shirts drucken lassen.

Ein weiser Mann schrieb lange vor mir:

„Hass, damit das endlich klar ist, bedeutet Wahrheit – und etwas mehr Ehrlichkeit. Hass, so wie ich ihn verstehe, hilft unterscheiden: zwischen Gut und Böse, Freund und Feind. Wer diese Unterscheidung nicht will, kennt keine Moral und keine Prinzipien. Dem ist egal, wer an seinem Tisch sitzt, wer ihn unterrichtet, wer sein Land regiert. Der interessiert sich in Wahrheit nur für sich selbst“.
(Maxim Biller)

Diese Selbstbezüglichkeit wenigstens soll man mir nicht vorwerfen.

 

 

 

[1]Um die Herausgeberin zu zitieren: „So sind sie [die Aufsätze] auch als fragmentarische Momentaufnahmen im Prozessgeschehen zu verstehen, die zu großen Teilen fragil und in hohem Maße vergänglich aufmerksam machen auf konkrete Facetten der Veränderungsprozesse der Kirche. Daher lassen sich die Aufsätze untereinander kaum vergleichen und sind exemplarisch für einen Teil von gemachten Erfahrungen mit dem Wandern und Wundern.“ (14) Keine weiteren Fragen, euer Ehren.

[2]http://www.hygge-magazin.de/

7 Gedanken zu „Zur Störung im Betriebsablauf“

  1. Dieses Review liest sich nicht wie ein Review, sondern wie schlichtes Ressentiment von Menschen, die nicht mehr ganz mitkommen. Man erfährt nichts über die Grundprämissen des Buches. Man kann ja der Meinung sein, Autobiographisches hätte in Büchern über Kirche nichts verloren, aber man kann doch nun wirklich nicht ein Buch, dass offensichtlich vor allem autobiographisch sein will, dass Autobiographisches enthält. Das einem der Pathos schmerzhaften Fremdseins nicht gefällt – geschenkt! Ich selbst war bei der entsprechenden Konferenz und hatte meine Fragen – und meinen Wunsch nach größerer theologischer Reflexion der Metapher von der „Fremdheit als Gabe“. Das wird schlicht an anderer Stelle gemacht. Die etwas überbordende Selbstthematisierung gehört leider zu den Geburtstmakeln jeder solcher Bewegungen und sind die Frucht vom jahrelangen „in sich hineingrummeln“. Es handelt sich eben um eine Suchbewegung, die noch in einer frühen Phase steckt.

    So und jetzt das andere: mir wird nicht so ganz klar, von welchem Ort aus der Rezensent spricht: mehr Theologie in der Kirche – ok, aber welche? Egal welche? Inwiefern und an welchen Ort gehört Theologie in Kirche? Und wie soll eigentlich eine Rezension glaubhaft sein, in der der Hauptkritikpunkt in der Entlarvung von Selbstthematisierung besteht, WÄHREND der Autor der Rezension sich andauernd selbst thematisiert („ich als Universitätstheologe“ , „Ich als Schriftgelehrter“, „ich als kopfschüttelnder Kommentator des Zeitgeistes“. Schreibt der Rezensent nicht auch aus einem gewissen Sendungsbewusstsein heraus?
    Das „Mir geht es so“ dieses Buches kann – wer weiß? – zu einem „mir auch!“ führen; zu neuen Zusammenschlüssen, zu gegenseitiger Anteilnahme, und hoffentlich: ein bisschen zum Weggucken von sich.
    Bleibt dagegen das Maxim-Biller-Zitierende Kopfschütteln, das – sind wir ehrlich – doch mehr nach einem Ästhetischen Urteil als einem letztlich inhaltlich begründeten Urteil riecht, nicht letztlich „ganz bei sich“? Welche neuen Möglichkeiten kann dies eröffnen? Wie soll denn Theologie ernst genommen werden, wenn sie vornehmlich als Zensor, als intelektuelles Über-Ich, als heimlicher Herrscher über die Kirche auftritt? So ist das ganz nicht hilfreich!

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    1. „Man erfährt nichts über die Grundprämissen des Buches. Man kann ja der Meinung sein, Autobiographisches hätte in Büchern über Kirche nichts verloren, aber man kann doch nun wirklich nicht ein Buch, dass offensichtlich vor allem autobiographisch sein will, dass Autobiographisches enthält.“

      Ich denke, dem Rezensenten ging es nicht darum, autobiographisches zu verdammen. Es geht doch wohl eher um die Denkart, persönliche Erfahrung zu DEM Prüfstein zu erheben und aus dem subjektiven Erlebnis allgemeine Gesetze und Forderungen abzuleiten und sie dann doch wieder nachträglich einer angeblichen Objektivität zuzuordnen.

      „Die etwas überbordende Selbstthematisierung gehört leider zu den Geburtstmakeln jeder solcher Bewegungen und sind die Frucht vom jahrelangen „in sich hineingrummeln“. Es handelt sich eben um eine Suchbewegung, die noch in einer frühen Phase steckt.“

      Da möchte ich zustimmen und anfügen, dass es unterschiedliche Arten der Selbstthematisierung gibt. Sofern es sich um eine ernsthafte Selbstreflexion handelt ist das begrüßenswert. Wenn das Selbst derart pathetisch überhöht und auf einzelne, herausstechende Persönlichkeiten übertragen wird, verkommt die Selbstreflexion zu einer Selbstreferenzialität. Ziel sind dann im ungünstigsten Fall nicht neue Ansichten, sondern reine Selbstbestätigungen. Ob das im vorliegenden Sammelband der Fall ist, werde ich erst nach eingehender Lektüre beurteilen können.

      „Und wie soll eigentlich eine Rezension glaubhaft sein, in der der Hauptkritikpunkt in der Entlarvung von Selbstthematisierung besteht, WÄHREND der Autor der Rezension sich andauernd selbst thematisiert („ich als Universitätstheologe“ , „Ich als Schriftgelehrter“, „ich als kopfschüttelnder Kommentator des Zeitgeistes“. Schreibt der Rezensent nicht auch aus einem gewissen Sendungsbewusstsein heraus?“

      Ich habe das als selbstironisches Stilmittel aufgefasst, das der Rezension ein Augenzwinkern verleiht.

      „Das „Mir geht es so“ dieses Buches kann – wer weiß? – zu einem „mir auch!“ führen; zu neuen Zusammenschlüssen, zu gegenseitiger Anteilnahme, und hoffentlich: ein bisschen zum Weggucken von sich.“

      Ich habe aber den Eindruck, dass es eben gerade nicht um ein „Weggucken von sich“ geht, sondern ausschließlich um ein „sich selbst im Anderen Wiederfinden“. Das „Weggucken“ funktioniert doch nur, wenn man sich mit Thesen, Theorien und Argumentationen auseinandersetzt, die möglichst weit entfernt von der eigenen Bubble sind und die im besten Fall den eigenen Grundansichten diametral gegenüberstehen.
      Hat der Rezensent somit nicht genau das getan, was sie als positiv hervorheben (und dem Buch anscheinend nicht wirklich gelingt)? Immerhin hat er sich eines Buches angenommen, das seine Ansichten nicht zu teilen scheint.
      Da sie vorher auch das Nachdenken über „Fremdheit als Gabe“ angesprochen haben, möchte ich als Impuls zum Weiterdenken Theo Sundermeiers Büchlein „den Fremden verstehen“ empfehlen (sofern nicht ohnehin schon bekannt).

      „Wie soll denn Theologie ernst genommen werden, wenn sie vornehmlich als Zensor, als intelektuelles Über-Ich, als heimlicher Herrscher über die Kirche auftritt? So ist das ganz nicht hilfreich!“

      Ich kann nicht ganz nachvollziehen, wo hier eine Zensusbehörde errichtet wird. Wäre dem so, hätte man das Buch doch überhaupt nicht besprochen, sondern einfach ignoriert. Gerade die Selbstironie des Rezensenten und das abschließende Zitat Billers zeigen doch, dass man Diskussionsbedarf sieht. Im Rahmen dessen, was einer Polemik möglich ist, habe ich die Conclusio als Einladung zu einer ernsthaften (eben nicht selbstreferentiellen) Debatte verstanden. Im Rest ihrer Ausführungen wird eine Frage angeschnitten, die mich auch sehr beschäftigt. Leider weiß ich auch noch nicht, wie es eine akademische Theologie schafft, die von ihnen angesprochenen Dimensionen von individueller Praxis und institutionalisierter Kirche miteinander zu verbinden. Eine Voraussetzung dafür wäre vermutlich, dass man zumindest mal eine Idee von Theologie hat.

      „Dieses Review liest sich nicht wie ein Review, sondern wie schlichtes Ressentiment von Menschen, die nicht mehr ganz mitkommen.“

      Ich habe mir bereits einige Kataloge von Stiften angeschaut und werde dem Rezensenten bei Gelegenheiten ein paar Empfehlungen aussprechen.

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  2. Danke für die Kommentare. michaelgreder hat mich schon ganz gut verstanden, aber ich äußere mich doch gerne nochmal. Ich denke eben schon, dass ich, freilich polemisch überzeichnet, die Grundprämisse des Buches erfasst habe, die nämlich darin besteht, eigene Erfahrungen so heranzuziehen, dass Sie zu durch nichts mehr zu ergänzende Begründungen für Änderungen im kirchlichen Handeln werden. Das kritisiere ich. Das heißt aber nicht, dass autobiographisches völlig zu tilgen wäre. Alle, die wir Theologie treiben oder uns als Christen verstehen, kommen doch dazu aufgrund eigener Erfahrungen. Nur: Damit meine Erfahrung intersubjektive Geltung beanspruchen kann, bin ich der Meinung, dass eine gewisse Reflexion notwendig ist.
    Bei dem Buch kommt aber noch etwas anderes dazu: Neben der Selbstthematisierung ist es eine Überzeugtheit vom eigenen Tun, die mich abschreckt. Das ist sowohl an latenten Vergleichen mit Bonhoeffer und Co. als auch an dem (ich kann es nicht anders nennen) Eigenlob für das eigene Tun zu sehen.
    Dies sind nun eher zwei formale Punkte: Eigene Erfahrungen als Begründung und Eigenlob. Inhaltlich würde ich kritisieren, dass die Erfahrung der Fremdheit in der Kirche daher kommt, dass man gerne den eigenen Lebensstil in dieser verwirklicht sehen will, Das hat nichts damit zu tun, dass ich zeitgeistkritisch bin. Bin ich nicht. Wirklich nicht. Viel mehr: Man kann das gerne tun, wir können uns über neue Formen unterhalten. Wir können uns darüber unterhalten, was Popkultur usw. auch an Möglichkeiten bereithält über Inhalte des Glaubens/der Religion ins Gespräch zu kommen. Aber eben: Über Inhalte! Diese kommen in dem Buch (und dem dahinter liegenden Konzept?) zu kurz. Und wenn ich es richtig sehe, ist das eben nicht unbedingt ein Versehen, sondern gewollt. Die Prämisse ist dann, dass der Inhalt der Glaubens eher hinderlich ist, „Kirche zu sein“. Denn auch das Fremde ist doch etwas, dass durchaus anschlussfähig in an das Christentum. Es wird nur gar nicht versucht.
    Das ist das was mich stört, was ich falsch finde, und von dem ich denke, dass es auch nicht in der Lage sein wird, das Wichtige, Richtige, Heilsame und Wahre am Christlichen Glauben ins 21. Jahrhundert zu übersetzen. Es ist da nämlich dann nichts mehr, was man den Leuten sagen, über das man mit Anderen ins Gespräch kommen kann.
    Und möglicherweise ist es eine Bewegung, die noch in der Anfangsphase steckt, dann mag man meinen Beitrag als Versuch sehen, vielleicht von Anfang an kritische Punkte aufzuzeigen.
    Soweit vielleicht erstmal. Aber ich freue mich auf Widerlegung!

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  3. Ich will ja gar nicht unbedingt das widerlegen. Nur manchmal gibt es Weisen der Kritik , die so ohne Augenmaß sind, dass ihr Punkt nicht mehr gehört werden kann. Wie man in dem Biller Zitat eine Brücke zur Diskussion sehen kann, weiß ich nicht ganz. Ich mein: ich hab herzhaft gelacht, als ich das gelesen hab; ich frage mich ob es den Verfasserinnen da ähnlich ging.
    Wie schon gesagt: ich hab das Buch nicht gelesen, war aber auch der entsprechenden Konferenz. Und ich habe an diesem Nachmittag mit mindestens 4,5 Leute ganz ähnliche Kritik besprochen: ein kurzes Anstupsen nach dem Motto: „na seht mal zu, dass ihr nicht zu sehr im Pathos ertrinkt.“ oder „bei der Nachfolgekonferenz sollte man unbedingt nochmal einiges theologisch vertiefen.“ Das war auch allen bewusst; ich weiß auch genügend über die meisten beteiligten, dass ich sagen kann: die arbeiten an spannenden theologischen Fragen. Nur muss man sich die Frage nach dem Genre des Buches stellen.Es geht in dem Buch darum, im Kontext einer der strukturkonservatisten Organisationen (erinnert sich noch jemand an CA7??) Räume zu schaffen für „Pioniere“. Es geht eher um die „Kultur der Organisation“ Kirche. Nicht so sehr um die Inhalte, sondern um die ungeschriebenen Regeln. Nicht so sehr – mit Lacan – ums Symbolische, sondern ums Imaginäre der Institution. (und da halte ich das die Bilder vom Wander, Staunen (= Reaktion auf Befremdendes und Fremdes!!) eher für gelungen. Hier könnten spannende Fragen entstehen: welches ekklesiale Imaginäre wird hier beschworen und gegen welche Formen des ekklesialen Imagniären wird hier angeschrieben?

    Und da sehe ich eher den Beitrag des Bandes. Man könnte hier ne gute Diskussion um die Frage nach Kirche als Heimat, Kirche „auf dem Weg“ etc. machen. Und da muss man sich schon fragen, welche THEOLOGIE darin steckt, wenn in volkskirchlichen Kreisen entweder der ekklesiale Plusquamperfekt („Es war immer so schön gewesen!“) oder die Sprache der New Economy („Kirche der Freiheit“) vorherrschend ist?
    Und vielleicht wären das auch Fragen, die man sich durchaus stellen kann: wie kann eine Erneuerungsbewegung hier vermeiden zu stark in ein „neoliberales“ Paradigma zu fallen.
    Nur diese Subjektivismusvorwürfe und das Einfordern von Demut hat bei mir etwas ambivalentes. Mir scheint es nämlich nur so, dass es in Deutschland sehr wohl Subjektivismen gibt, die ganz akzeptiert sind, geradezu eingespielt sind und die sogar zum Kern des Christentums erhoben werden („Anschauung und Gefühl!“). So lange alles bildungsbürgerlich-geleckt daher kommt, solange die Subjektivismen nur milieutechnisch passend daherkommen („der musikalisch-innerliche Typus, nicht zu gut gekleidet, etwas zu uneitel, mit 12 die Buddenbrocks gelesen, mit 14 zum ersten Mal Brunnen gebohrt und dabei immer so furchtbar, furchtbar reflektiert und bescheiden in allen Dingen“) da ist das kein Problem. Subjektivismen sind kein Problem, so lange es sich um die Heiligen Schauer beim Bach-Oratorium handelt.

    Über diesen Blog hier weiß ich noch nichts genaues; aber man hat den Eindruck, dass man mit solchen Diskussionen eher vielleicht ungewohnte Verbündete verprellt. Wenn es wirklich um eine inhaltliche Erneuerung geht; werdet ihr in den Reihen (ich selbst bin bei Emergent Deutschland) eher viele Menschen finden, die daran Interesse haben.
    Darum geht es mir: ich teil die Kritik ja in großen Teilen. Aber ich weiß das aus meiner Erfahrung in einem ähnlichen Netzwerk: es gibt kirchliche, kulturelle, intellektuelle, theologische Randgestalten bzw. Hybride etc. und für die ist es sehr wichtig, erst einmal einen Rahmen zu finden, wo es Gleichgesinnte gibt. Dabei darf es nicht stehen bleiben. Aber auch aus meinen Erfahrungen kann ich sagen: das wird es nicht.
    Bei uns rückte nach 1,2 Jahren, in denen Tatsächlich „Safe Space“ ähnliche Dinge im Vordergrund standen, immer mehr inhaltliche Fragen in den Vordergrund; eigentlich tatsächlich die Bonhoeffer Frage: „Wer ist Jesus Christus für uns heute?“. Aber für viele, die aus kirchlichen Milieus stammen, wo die Antworten immer zu schnell da waren; brauchte es auch mal Räume zum Zögern, Zweifeln, in denen nicht zu schnell einheitliche Linien vorgegeben waren. Das es auch (!) mal solche Räume geben muss, heißt nicht, dass nicht genauso stark an Inhalten „gearbeitet“ wird. Nur ist auch die Arbeit an den „Bildern im Kopf“ von Kirche etc. eine inhaltliche Arbeit! Und keine Triviale!

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    1. Zunächst einmal vielen Dank für diesen weiterführenden Kommentar! Er freut mich als Teil des „Teams“ sehr, wenn sich der Kommentarbereich mit solchen Beiträgen füllt.

      Zur Frage: Gesprächsangebot oder nicht?, würde ich aus Redaktionsperspektive ergänzend auf unsere bisherige Auseinandersetzung mit dem Thema FreshX verweisen. Ich habe z.B. zwei Texte verfasst, die sich mit Polemik ziemlich zurückhalten (siehe hier: https://netzwerktheologie.wordpress.com/2017/02/14/paralyse/ sowie hier: https://netzwerktheologie.wordpress.com/2017/06/08/its-the-theology-stupid/). Ich will offen reden: Die Reaktionen waren vergleichsweise mager. Was die Aufmerksamkeitsökonomie des Internets angeht, sind wir also permanent am experimentieren. Denn was nützen nette Artikel, die kaum einer außer dem inner circle liest? Stichwort: Selbstbezüglichkeit.

      Entsprechend haben wir als Team Niklas grünes Licht gegeben, der Polemik freien Lauf zu lassen. Mal das explizite Gegenprogramm zu „Jargon der Betroffenheit“ (Flügge)! Und bei dem robusten Selbstvertrauen, das die versammelten Autorinnen und Autoren in dem Band und z.T. auch sonst im Internet an den Tag legen, hatten wir auch das Gefühl, dass man das „abkann“.

      Die aktuelle Debatte (auf Twitter zumindest) läuft vielleicht nicht ganz so konstruktiv, wie sie könnte, aber sie läuft. Die Fragen sind platziert, stehen im Raum. Das ist schon mal was.

      Zum Rest des Kommentars nur kurz: Vielem würde ich (und ich denke, ich kann da auch für den inner circle dieses „Netzwerkes“ sprechen), sofort unterstützen (etwa die Kritik an den genannten „bildungsbürgerlichen Subjektivismen“). Den Verweis auf CA 7 kann ich nicht so recht einordnen. Die Einblicke in die Pausendiskussionen der W@nder-Konferenz sind erhellend und laufen dem Bild, das ich (und andere) uns bisher (leider nur via Internet) gemacht haben durchaus zuwider bzw. ergänzen neue Facetten. Da könnte man dann auch die Rückfrage anschließen, warum wir dann als kritische Begleiter via Twitter, die Homepages usw. zu unserem Eindruck der Theologievergessenheit bzw. des antitheologischen Gestus kommen. Aber das führt hier zu weit.

      Wenn diese Einschätzung korrekt ist, dann sollten ja zukünftige Verlautbarungen aus den Reihen der #wewonder-Bewegung die theologischen Lücken schließen. Es bleibt die Irritation, dass man offensichtlich die Kaffeefrage für vorrangig hält, bevor man sich z.B. auf die Suche macht, wo die Rede von der wandernden Kirche in Schrift und Tradition überall andocken kann und was das für das Gottesbild bedeutet. Oder wie der Bezug auf die genannten Theologinnen und Theologen auch inhaltlich umzusetzen wäre, damit es nicht bei einer ideologischen Vereinnahmung bleibt.

      Und ich kann mich der Skepsis nicht erwehren, wie man in die eigene Praxis ein kritisches Element implementieren will, wenn alle Inhalte durch das Nadelöhr der eigenen biographischen Erfahrung müssen. Oder ist das falsch verstanden? Auch manche Abgrenzungen gegenüber die Volkskirche in ihrer jetzigen Gestalt erscheinen uns nicht weniger „ohne Augenmaß“, als man der hier geübten Kritik vorwerfen kann.

      Wie auch immer, es bleibt spannend.

      Mit besten Grüßen
      Tobias Graßmann

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  4. Tobias,

    nun ich frage mich: warum muss denn alles zu jedem Zeitpunkt auf einmal passieren? WeW@ander war eine Konferenz der Initiative Kirche^2. Ich glaube genau ein Jahr vorher hatte Kirche^2 eine große 150+ Leute Konferenz über Ekklesiologie und Mission in Lokkum. Da war der Vorwurf: „ahh das ist aber alles zu konventionell – wieder nur allzu akademische Kopfgeburten! Und wieder einmal kein Bild vor Augen, wie das denn aussehen kann“. Dann kam die W@nder Konferenz; hier jetzt der Vorwurf: „ahh das ist nur Ästhetik und Kaffee, uns fehlt der Tiefgang und die Inhalte!“ Ja meine Güte, es lassen sich manchmal eben nicht alle Sachen zugleich abbilden und manchmal muss eben Verschiedenes an verschiedenen „Fronten“ geschehen. Ich darf ganz kurz mal darauf hinweisen, dass die FreshX-Bewegung ziemlich stark andockt an eine theologische Diskussion, die hierzulande – so meine ich – nicht mal bekannt ist: an die Diskussion um die sogenannte missionale Theologie, wie man sie zB bei David Bosch und in der weltlweiten Ökumene zZ stark entfaltet findet. Auf das entsprechende Missionspapier wurde ich nur durch eine Leiterin von Kirche^2 aufmerksam; danach haben wir das in einer Theologie-Initiative bei Emergent Deutschland diskutiert. Es finden Diskussionen statt (guckst Du hier für das Papier: https://www.oikoumene.org/de/resources/documents/commissions/mission-and-evangelism/together-towards-life-mission-and-evangelism-in-changing-landscapes?set_language=de)
    Es finden Diskussionen und Austausch über so etwas statt; aber weniger auf dem klassichen Wege: Journals, Artikel, wissenschaftlicher Diskurs. Dafür haben eben viele keine Zeit.
    Aber da steckt etwas mehr dahinter: ich glaube die Entfremdung zwischen den verschiedenen Spielarten akademischer Theologie, dem kirchlichen Establishment und kirchlichen Aufbruchsbewegungen ist in Deutschland besonders stark ausgeprägt, man spricht nicht mehr die selbe Sprache, man arbeitet nicht mehr an den selben Fragen, man versteht nicht einmal mehr inwiefern und warum man einander nicht mehr versteht. Darüber lohnt es sich weiter nachzudenken.

    Ich glaube, dass liegt nicht nur an einem „nicht mehr Hinhören“ der Praktiker, sondern vielleicht auch an autistischen Tendenzen im theologischen Diskurs unter den Bedinungen immer stärkerer „funktionalen Differenzierung“. Ich glaube in diesen Tagen sollte man überlegen, ob nicht die Theologen auch eine gewisse „Bringschuld“ haben; anstatt immer nur enttäuscht zu sein darüber, dass ihnen niemand zuhört. Der theologische Diskurs ist schon für Theologen nicht mehr überschaubar; stimmt: „da liegt ziemlich gutes Zeug rum“ – vielleicht zu gutes Zeug. Ich gebe zZ einen Lesekreis zu Jüngels „Gott als Geheimnis der Welt“ – eins der tollsten Bücher; aber es so vorraussetzungsreich geschrieben, dass man den Eindruck hat: Jüngel will um jeden Preis Zugänglichkeit vermeiden. Bestes Beispiel sind für mich immer nicht übersetzte Lateinische Asudrücke; das ist Standesdünkel schlechthin! Man darf so etwas machen, aber dann braucht es auch „Übersetzer“; man braucht Popularisierer (so wie Lacan Zizek brauchte). Aber in der deutschen Wissenschaftskultur gilt nichts als karrierehemmender als der Vorwurf ein Popularisierer zu sein, doch: der Vorwurf unterhaltsam zu sein; nicht langweilig genug, nicht „grau“ und „seriös“ genug. Die deutsche Akademie lebt gut platonisch von der Abgrenzung von den Meinungen des Pöbels. Wenn das die Kultur ist, dann darf man sich nicht wundern, wenn sich irgendwann sogar die Studierten genervt oder gelangweilt abwenden.

    Das man einander gar nicht mehr versteht, merkt man zum Beispiel der Rezension an. Denn meines Erachtens handelt es sich um einen Kategorienfehler: zum Beispiel die Anfrage: „müssen alle Inhalte durch das Nadelöhr biographischer Erfahrung?“ – natürlich nicht. Aber doch wohl alle Beiträge eines Buches in dem es um bestimmte Formen bisher nicht zur Artikulation gebrachter biographischer Erfahrung sollten doch schon biographisch gefärbt sein. Was man nicht versteht: diese Art von Konferenzen, wie auch Konferenzen wie der „Emergent Forum“ dienen zu einer anderen Art der Vernetzung; sie eröffnen Räume, in denen neue Formen des Austausches und auch neue Formen der inhaltlichen Arbeit -dezentral – entstehen können. Das fügt sich nicht in die Logik bisheriger Bewegungen, die vor allem zielorientiert, zentralisiert und „logozentrisch“ verlaufen. Das ganze ist eher „messy“ wie die Kaffeepause auf einer Theologenkonferenz. Wenn man ein Review zu einer solchen Kaffeepause schreiben würde, würde vielleicht nichts tolles bei rum kommen; aber lass diese Kaffeepausen und Flurgespräche weg und binnen kurzer Zeit bräche die inoffizielle theologische Infrastruktur, die Gespärchskultur sozusagen, weg. Von solchen Konferenzen lerne ich ander(e)s als bei rein akademischen Tagungen. Ich habe durch solche Konferenzen vor allem eine Haltung gerlent, eine gewisse Lernbereitschaft (ohne dadurch das Streitbare aufzugeben), die Fähigkeit inhaltliche Inkohärenzen nicht zu Beziehungsabbrüchen führen zu lassen – so etwas wie gemeinsames Ringen. Bei W@nder ging es um den Aufbau einer solchen neuen Gesprächskultur; um nicht mehr! Was ihr inhaltliche erhofft oder vermisst, findet ihr an anderer Stelle!

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